Thema: Hochsensibilität / Hypersensitivität

Was ist gemeint mit „Hochsensibel" – „Hypersensitivität" ?


Keine Angst, da sind Sie nicht alleine!


Da ich selber hochsensitiv veranlagt bin, kann ich mich sehr gut in die Situationen und Befindlichkeiten hineinversetzen, die hochsensible Menschen teilweise als fast unüberwindbare Hürden empfinden und habe erkannt, dass für hochsensible Menschen auch eine sensible Art von Therapie und Behandlung notwendig ist.


Hochsensibilität ist eine besondere Eigenschaft, keine Krankheit!


Wir alle wissen, dass es Menschen gibt, die sensibler als andere sind. Bestehen diese Eigenschaften seit frühester Kindheit, beruht dies meist auf einer genetischen Disposition.


Etwa 15-20% aller Menschen werden als hochsensibel bezeichnet. Allein in Deutschland  gibt es danach etwa 15 Millionen Betroffene, von denen die meisten nicht wissen, dass sie hochsensibel sind. Sie wissen lediglich, dass sie anders „ticken" als andere Menschen und das seit frühester Kindheit.


Hochsensibilität /Hypersensitivität ist eine angeborene Veranlagung bzw.Eigenschaft, vergleichbar mit einer Begabung. Es handelt sich hier um eine grundlegende Eigenschaft der Persönlichkeit, die höchstwahrscheinlich in der genetischen Anlage begründet ist.

 

Sie hat zwei Seiten:

 


Eine Hochsensibilität kann man sich vielleicht am besten so vorstellen:


Normal sensible Menschen haben Filter, die sie vor allzu vielen Reizen abschirmen. Diese Filter sorgen dafür, dass nicht alle von außen kommenden Reize direkt vom Gehirn aufgenommen und verarbeitet werden. Es werden nur die stärkeren Reize dem Gehirn zugeführt, es findet eine Selektion statt und neuronale wie psychische Systeme werden abgeschirmt und damit vor Überforderung geschützt. Bei hochsensiblen Menschen wirken diese Filter anders, es werden mehr Reize zur Verarbeitung im Gehirn zugelassen.


Dadurch kann es relativ schnell zu einer Reizüberflutung kommen, die wiederum zu Ermüdung, Erschöpfung und weiteren Überlastungssymptomen führt. Hochsensible sind daher häufiger als „normal"- sensible Menschen psychisch überlastet.


Tritt eine derartige Reizüberflutung häufiger auf oder hält sie für längere Zeit an, können sich daraus psychische Störungen entwickeln, die dann auch eigenständig in reizärmeren Situationen auftreten. So entwickeln sich psychische Störungen bei Hochsensibilität.

 

Als Merkmale hierzu gibt es vier grundsätzliche Verhaltensweisen, die auf Hochsensibilität hinweisen können:

 


Die meisten Menschen mit Hochsensibilität empfinden ihre Besonderheit eher als lästig und störend und würden am liebsten so sein wie andere Menschen auch.


Häufig leiden hochsensible Menschen unter vielfältigen Beschwerden, denn sie reagieren auch auf Stressreize empfindlicher, ihre Reizschwelle für Stressimpulse ist niedriger. Und damit sind Reaktionen auf Stressreize auch häufiger als bei anderen Menschen.


Die Beschwerden sind oft schwierig zu diagnostizieren, auch weil sie sich häufig verändern und die Kriterien einer psychischen Erkrankung nicht immer erfüllt sind.


Sind keine körperlichen Ursachen erkennbar, werden die Beschwerden oft als weniger gravierend eingestuft und z.B. mit psychosomatischer Störung, Depression, vegetativer Dystonie, Anpassungsstörung, Fibromyalgie und bei jüngeren Menschen auch mit ADHS umschrieben. Oder die Betroffenen werden als Hypochonder oder psychisch labil eingestuft.


Psychische Störungen bei Hochsensibilität können sehr belastend sein, auch dann, wenn sie nicht immer die Kriterien einer psychischen Erkrankung erfüllen. Die durch die Störung auftretenden Ängste, depressiven Verstimmungen, Antriebsarmut und so weiter sind daher weniger als eigenständige Symptome zu betrachten, sondern als Folge einer Überlastung durch Reizüberflutung bei Hochsensibilität.


Hochsensibilität ist aber keine Krankheit und kann folglich auch nicht behandelt werden. Sie ist eine angeborene Eigenschaft, vergleichbar mit einer Begabung. Ebenso wie es Menschen gibt, die vielleicht ein Faible für Musik haben und vielleicht Pianist oder Sänger werden, haben hochsensible Menschen einen besonderen Schwerpunkt in ihrer Sensibilität. Ihr Nervensystem reagiert anders als das bei normal-sensiblen Menschen.

 

Wie kann ich Ihnen helfen, Ihre Situation zu verbessern?

Zwei Aspekte erscheinen bedeutsam:

 


Für eine erfolgreiche Behandlung ist es daher wichtig, eine vermutete Hochsensibilität festzustellen.